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Steuerberater Pieper & Partner - Ratingen - Mettmann

Unser Newsletter

Hier finden Sie unsere Mandantennewsletter mit individuellen und aktuellen Informationen rund um die Corona-Krise. Selbstverständlich sind wir jeder Zeit gerne Ihr persönlicher Ansprechpartner.

Überbrückungshilfe (Update) [05.08.2020]

Liebe Mandanten,

der Sommer hat in Deutschland wieder Einzug gehalten, die Temperaturen steigen, die Natur freut sich über nächtlichen Regen und die Schulkinder genießen ihre letzten freien Tage der Sommerferien. Eigentlich alles wie jedes Jahr im Sommer. Eigentlich!

Denn neu sind dieses Jahr die verbleibende Maskenpflicht, eingeschränkte Reiseziele, 1,5 Meter Abstand, aber auch ausgedehnte Förder- und Überbrückungshilfen durch die Bundesregierung.

Natürlich würden wir an dieser Stelle lieber mit Ihnen über die Vorzüge des Sommers plaudern, müssen aber aus gegebenem Anlass erneut auf die Corona Überbrückungshilfe zurückkommen. Diese haben wir Ihnen bereits in unserem Newsletter am 13.07.2020 vorgestellt (s. u.).

Ab dieser Woche haben wir endlich den ersehnten Kammerzugang erhalten, der die Legitimierung unserer Kanzlei darstellt und es uns ermöglicht, die Anträge für die Überbrückungshilfe zu stellen bzw. zu übermitteln.

Sollten Sie also die Voraussetzungen erfüllen und einen entsprechenden Antrag stellen wollen, möchten wir Sie hiermit bitten, sich kurzfristig an uns zu wenden, damit wir für Sie tätig werden können.

Bitte berücksichtigen Sie dazu auch, dass die Anträge in chronologischer Reihenfolge aus dem Pool bedient werden. Wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Da es sich um einen begrenzten Pool handelt, kann Ihr Antrag trotz einer fristgerechten Abgabe (bis zum 30.09.2020) keine Berücksichtigung finden.

Getreu dem Motto: alles ist so viel schöner, wenn die Sonne scheint, wünschen wir Ihnen sommerliche Tage und laue Nächte.

Bleiben Sie gesund.

Sonnige Grüße

Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner

Überbrückungshilfe [13.07.2020]

Liebe Mandanten,

wir hatten bereits zu einem frühen Zeitpunkt berichtet, dass die Überbrückungshilfe kommt.
Jetzt ist das Programm tatsächlich gestartet, so dass nun weitere Schritte folgen können um Ihnen die finanzielle Hilfe zu ermöglichen, wenn Sie die dafür nötigen Voraussetzungen erfüllen.

Vorab möchten wir Ihnen mitteilen, dass im Unterschied zur Soforthilfe, das nun aufgelegte Hilfsprogramm ausschließlich über einen Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer in Ihrem Auftrag beantragt werden kann. Hierzu bedarf es zunächst einer entsprechenden Registrierung, die wir bereits in der vergangenen Woche umgehend veranlasst haben. Nach der Online-Registrierung folgt ein Zertifizierungsprozess bei den Behörden. Wenn dieser erfolgreich ist, werden Briefe per Post an die Berater verschickt. In den Briefen befindet sich eine benötigte PIN, die wir hoffentlich kurzfristig erhalten werden. Sobald uns die PIN vorliegt, können wir den Online-Registrierungsprozess abschließen. Erst ab diesem Zeitpunkt können wir für Sie die Anträge auf Gewährung der Überbrückungshilfe stellen. Wir bitten Sie daher noch um etwas Geduld.

Der Prozess für die Beantragung der Überbrückungshilfe ist zunächst in zwei Prozessschritte aufgeteilt. Um hier in einem ersten Schritt überhaupt die Zugangsvoraussetzungen zum Hilfsprogramm zu erfüllen, wurde die Eingangshürde hoch gesetzt:

Demnach wird die Überbrückungshilfe unabhängig von der Branche grundsätzlich nur gewährt, wenn der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 % gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist.

Antragsberechtigt sind grundsätzlich:

  • Unternehmen inklusive gemeinnützigen Unternehmen bzw. Sozialunternehmen, Organisationen und Vereinen,
  • Soloselbstständige (im Haupterwerb)
  • selbstständige Angehörige der Freien Berufe.

Überbrückungshilfe können dabei nur Unternehmen in Anspruch nehmen, die vor dem 1. November 2019 gegründet worden sind. Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. April 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich des Umsatzrückganges heranzuziehen. Zudem durfte sich Ihr Unternehmen zum 31.12.2019 nicht bereits in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden.

Wir bitten Sie, für sich zunächst einmal grob zu überschlagen, ob die o. g. Kriterien (insb. Umsatzrückgang mind. 60%) bei Ihnen erfüllt sind. Ein Umsatzrückgang von bis zu 59% reicht nicht aus und führt zur Verwerfung des Antrages.

Grundlage für Ihre erste Einschätzung sind die von Ihnen geführten Bücher sowie die von uns zur Verfügung gestellten Unterlagen auf Basis der erfassten Buchhaltung. Sollten Sie hierbei, gerne in Rücksprache mit uns, zu dem Ergebnis gekommen sein, dass o. g. Umsatzrückgang bei Ihnen vorliegt bitten wir Sie, sich wieder an uns zu wenden um den offiziellen Beauftragungsprozess anzustoßen. Bitte beachten Sie hierbei, dass wir unsere Leistungen aufgrund der der Komplexität, des zeitlichen Umfangs und nicht zuletzt auch aus Haftungsgründen nur gegen ein verbindliches Honorar anbieten können. Wir werden die anfallenden Zeiten daher in Rechnung stellen müssen (Sie erhalten bei Auftragserteilung noch eine gesonderte Honorarvereinbarung). Bezüglich unseres Honorars wurde jedoch in Aussicht gestellt, dass dieses im Rahmen der Überbrückungshilfe grundsätzlich erstattungsfähig ist (bei erfolgreicher Aufnahme in das Programm). Der Anteil der Erstattung entspricht maximal dem Erstattungssatz der Corona-Überbrückungshilfe im ersten Fördermonat. Die restlichen Kosten sind von Ihnen selbst zu tragen.

Das Programm bezieht sich auf die Monate Juni, Juli und August 2020. Der Antrag kann nur einmalig gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. August 2020 und die Auszahlungsfrist am 30. November 2020. Wir bitten Sie daher uns frühzeitig, spätestens jedoch bis zum 31.07.2020 entsprechend zu beauftragen.

Weitere und ausschließlich verbindliche Auskünfte zur Überbrückungshilfe erhalten Sie unter folgendem Link:
www.wirtschaft.nrw

Bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

Erklärvideos: Brennpunkt Minderung der Umsatzsteuer [22.06.2020]

Liebe Mandanten,

wenn wir doch eins in der Corona-Zeit gelernt haben: Kreativität ist Trumpf und in neuen Wegen denken ist das, was uns alle weiterbringt.

Wie wir in den letzten Wochen bewiesen haben, verfolgen wir beide Ansätze, um Ihnen mit Informationen, Rat und Tat, aber auch immer mit einem offenen Ohr für Ihre Probleme, zur Seite zu stehen. Unsere neueste Errungenschaft sind zwei Erklär-Videos inklusive Skript rund um das Thema Steuersatzänderungen zum 01.07.2020. Mit einfachen Worten und verständlichen Beispielen erhalten Sie alle Informationen zum Thema und bekommen die wichtigsten Fragen beantwortet.

Ein Video ist explizit für den Gastronomiebereich und das andere für alle anderen Geschäftszweige. Wir stellen in diesem Newsletter beide Videos kostenlos zur Verfügung. Einen entsprechenden Abruf können Sie hier starten:

Gastronomiemandate   |   Das Sript zum Video

"alle außer Gastronomie"   |   Das Sript zum Video

Wie schon in den vorangegangen Zeilen beschrieben, versuchen wir Sie durch unseren individuellen Newsletter und den persönlichen Kontakt bestmöglich zu informieren und Ihnen durch den Schreibstil mal ein Lächeln, mal ein - genauso ist es - oder ein - Oh Gott, auch das noch - zu entlocken. Das alles macht uns Spaß, wir schreiben selber und wir tun das neben unserer eigentlichen Aufgabe: der Steuerberatung.

Eine Frage, die uns dabei aber immer wieder beschäftigt ist die, wie kommt das eigentlich bei Ihnen an? Gefallen Ihnen unsere Informationen, unsere Webinare in Kooperation mit den Rechtsanwälten Peters & Partner oder auch jetzt die neuen Videos? Fühlen Sie sich gut abgeholt oder löschen Sie den Newsletter direkt? Heute sind wir also ganz mutig und bitten Sie um ein kurzes konstruktives Feedback, damit wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind oder im schlimmsten Fall, was wir zukünftig anders machen müssen. Getreu dem Motto "Stillstand ist Rückgang" wollen wir immer noch besser werden und dazu benötigen wir Ihre Hilfe. Ach, zum Schluss fehlt natürlich noch der Konjunktiv in diesem Text: Eigentlich würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns 5 Sterne bei Google schenken und Ihr positives Feedback auch anderen Nutzern mitteilen. Danke!

Bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

Brennpunkt Minderung der Umsatzsteuer [09.06.2020]

Liebe Mandanten,

fassen wir heute einmal kurz zusammen, was wir aus der bisherigen Corona-Zeit für Erkenntnisse ziehen:

  1. Wir wissen jetzt, welche Vor- und vielleicht auch Nachteile ein Homeoffice hat.
  2. Was unsere Kinder in der Schule lernen, wo man mögliche Beispiele herbekommt und wie viel Stoff bei uns von früher noch hängengeblieben ist (unbezahlbar im Moment).
  3. Das ein Satz ohne Konjunktive kein ganzer Satz mehr ist.
  4. Wir dank der Einführung von Online Tools, Webinaren und Face-to-face Chats weiterhin in Kontakt bleiben können (man dafür die kurzen Hosen unter dem Schreibtisch nicht sieht).
  5. Der digitale Datenaustausch eine immer größere Bedeutung hat (gut, dass wir in diesem Thema so weit voran sind).

Und als letzter Punkt: Dass die aktuelle Bundesregierung uns mit immer neuen Möglichkeiten der Förderung überraschen kann. Gerade so letzte Woche geschehen. Die Informationsflut war riesig und Ihre Fragen zum Thema Minderung der Umsatzsteuer zum 01.07.2020 waren vielschichtig und interessant. Wir haben uns also hingesetzt und für Sie dieses Wirrwarr an Informationen aufgedröselt und Ihnen nachfolgende Beispiele aufgeführt, die hoffentlich auch auf Ihre jeweiligen Fälle und Fragen anwendbar sind.

Aufgrund der kurzfristigen Minderung der Umsatzsteuer zum 1.7.2020 möchten wir in einer ersten Zusammenfassung die Abgrenzung darstellen um Ihnen einen Überblick zu verschaffen:

Grundsätzlich muss der zum Leistungszeitpunkt gültige USt-Satz zur Anwendung kommen. Der Leistungszeitpunkt ist im Regelfall der Zeitpunkt der Lieferung bzw. Beendigung der (Dienst-)Leistung.

Dies wird bei den üblichen bzw. einfachen Leistungen unproblematisch sein, da den Beteiligten klar ist, wann die Leistung erbracht bzw. beendet wird. Insofern kann eine Leistung, die im Juni erbracht wird, nicht im Juli mit dem neuen Steuersatz berechnet werden.

Auf den Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts kommt es für die Frage, welchem Steuersatz eine Leistung oder Teilleistung unterliegt, ebenso wenig an wie auf den Zeitpunkt der Rechnungserteilung!

Anders sieht es bei den umfangreicheren Leistungen oder verschiedenen Lieferbedingungen aus:

Bsp: Ein Optiker kassiert bei Bestellannahme im Juni eine Anzahlung zu 19%. Die Brille wird erst im Juli geliefert und ist daher vollständig mit 16% zu besteuern.

Bei verschiedenen Unternehmen sind auch Teilleistungen denkbar. Für Leistungen, die in wirtschaftlich abgrenzbaren Teilen geschuldet werden, können daher bei einer Steuersatzänderung unterschiedliche Steuersätze in Betracht kommen!

Hier sind u. U. in der Schlussrechnung unterschiedliche USt-Sätze abzurechnen. Vor dem Inkrafttreten der Steuersatzänderung bewirkte Teilleistungen sind nach dem bisherigen Steuersatz zu versteuern. Auf die danach bewirkten Teilleistungen ist der neue Steuersatz anzuwenden.

Wichtig: Teilleistungen setzen voraus, dass eine nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise teilbare Leistung nicht als Ganzes, sondern in Teilen geschuldet und bewirkt wird. Eine Leistung ist in Teilen geschuldet, wenn für bestimmte Teile das Entgelt gesondert vereinbart wurde.

Beispiel 1:

In einem Mietvertrag über 2 Jahre ist eine monatliche Mietzahlung vereinbart.

Beispiel 2:

Ein Bauunternehmer hat sich verpflichtet, zu Einheitspreisen die Maurer- und Betonarbeiten sowie den Innen- und Außenputz an einem Bauwerk auszuführen. Die Maurer- und Betonarbeiten werden gesondert abgenommen und abgerechnet. Der Innen- und der Außenputz werden später ausgeführt, gesondert abgenommen und abgerechnet.

In den Beispielen 1 und 2 werden Leistungen in Teilen geschuldet und bewirkt.

Beispiel 3:

Eine Fahrschule schließt mit ihren Fahrschülern Verträge über die praktische und theoretische Ausbildung zur Erlangung des Führerscheins ab und weist darin die Grundgebühr, den Preis je Fahrstunde und die Gebühr für die Vorstellung zur Prüfung gesondert aus. Entsprechend werden die Abrechnungen durchgeführt.

Die einzelnen Fahrstunden und die Vorstellung zur Prüfung sind als Teilleistungen zu behandeln, weil für diese Teile das Entgelt gesondert vereinbart worden ist. Die durch die Grundgebühr abgegoltenen Ausbildungsleistungen können mangels eines gesondert vereinbarten Entgelts nicht in weitere Teilleistungen zerlegt werden.

Beispiel 4:

Ein Unternehmer wird beauftragt, in einem Wohnhaus Parkettfußböden zu legen. In der Auftragsbestätigung sind die Materialkosten getrennt ausgewiesen. Der Unternehmer versendet die Materialien zum Bestimmungsort und führt dort die Arbeiten aus.

Gegenstand der vom Auftragnehmer auszuführenden Werklieferung ist der fertige Parkettfußboden.

Hier gibt es keine Teilleistung, sondern die Werklieferung bildet eine Einheit, die nicht in eine Materiallieferung und in eine Werkleistung zerlegt werden kann.

Beispiel 5 (Schlussrechnungen mit Abschlagszahlungen):

Ein Auftraggeber überträgt einem Bauunternehmer als Gesamtleistung die Maurer- und Betonarbeiten an einem Hausbau. Er gewährt dem Bauunternehmer auf Antrag "in Höhe des Wertes der jeweils nachgewiesenen vertragsgemäßen Leistungen" Abschlagszahlungen.

Die Abschlagszahlungen sind ohne Einfluss auf die Haftung und gelten nicht als Abnahme von Teilleistungen. Der Bauunternehmer erteilt die Schlussrechnung erst, wenn die Gesamtleistung ausgeführt ist. Soweit das Entgelt laut Schlussrechnung die geleisteten Abschlagszahlungen übersteigt, entsteht die Steuer in dem Monat in dem der Bauunternehmer die gesamte, vertraglich geschuldete Werklieferung bewirkt hat.

Wie Sie sehen, ist insbesondere zu unterscheiden, ob es sich um eine Leistung, Abschlagszahlung oder um Teilleistungen handelt. Da dies in der Praxis nicht immer so transparent ist wie in den vorgenannten Beispielen möchten wir Sie bitten uns direkt auf den bekannten Kommunikationswegen anzusprechen, damit wir Sie in den nächsten Wochen aktiv unterstützen können.

Einatmen - ausatmen - ruhig werden - nicht weinen - nicht ausrasten - nichts durch die Gegend werfen - nicht verzweifeln - sondern zum Hörer greifen und uns anrufen. Da wo es uns möglich ist, helfen wir Ihnen gerne weiter.

Stay healthy!

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung [04.06.2020]

Liebe Mandanten,

heute ist der wievielte Tag nach der Corona-Rechnung? Ach, mittlerweile doch eigentlich auch egal. Oder? Haben wir eins in den letzten Wochen ganz sicher gelernt, ein Satz ohne Konjunktive ist kein vollständiger Satz mehr. Dennoch haben wir heute zwei Besonderheiten für Sie.

Erstens, es regnet zur Abwechslung mal und zweitens, unsere Regierung hat gestern ein weiteres und umfassendes Förderprogramm auf den Weg gebracht.

Wir möchten Ihnen in diesem Newsletter nicht die Punkte vorstellen, die seit gestern Abend schon durch die Presse geistern wie der Kinderbonus, die Kaufprämie oder die Überbrückungshilfen usw., sondern wollen uns den steuerlichen Ansätzen in diesem Papier zuwenden. An dieser Stelle sei vorab angemerkt, dass das Gesamtschreiben 15 Seiten umfasst und wir uns dazu entschieden haben, unseren Fokus auf die - neudeutsch - Mainpoints zu legen. Wir zitieren hier aus dem Originaltext des Eckpunktepapiers. Für alle die, die noch weiterlesen möchten, finden Sie das vollständige Schreiben unter dem unten genannten Link wieder.

Aus dem Bereich des Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket:

Befristet vom 1.7.2020 bis zum 31.12.2020 wird der Mehrwertsteuersatz von 19% auf 16% und von 7% auf 5% gesenkt. Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird verschoben auf den 26. des Folgemonats.

Die degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA) wird mit dem Faktor 2,5 gegenüber der derzeit geltenden AfA und maximal 25% Prozent pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in den Steuerjahren 2020 und 2021 eingeführt.

Für Personengesellschaften wird der Ermäßigungsfaktors bei Einkünften aus Gewerbebetrieb auf das Vierfache des Gewerbesteuer-Messbetrags angehoben.

Aus dem Bereich Wirtschaftliche und soziale Härten abfedern:

Es wird für den Corona-bedingten Umsatzausfall ein Programm für Überbrückungshilfen aufgelegt.

Die Überbrückungshilfe wird für die Monate Juni bis August gewährt. Diese gilt branchenübergreifend, wobei den Besonderheiten der besonders betroffenen Branchen wie Hotel- und Gaststättengewerbe, Caterer, Kneipen, Clubs und Bars, als Sozialunternehmen geführte Übernachtungsstätten wie Jugendherbergen, Schullandheime, Träger von Jugendeinrichtungen des internationalen Jugendaustauschs, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Reisebüros, Profisportvereinen der unteren Ligen, Schaustellern, Unternehmen der Veranstaltungslogistik sowie Unternehmen im Bereich um Messeveranstaltungen angemessen Rechnung zu tragen ist.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern.

Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen. Erstattet werden bis zu 50 % der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 % gegenüber Vorjahresmonat. Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % können bis zu 80 % der fixen Betriebskosten erstattet werden. Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 150.000 Euro für drei Monate.

Bei Unternehmen bis zu 5 Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nur in begründeten Ausnahmefällen übersteigen.

Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Überzahlungen sind zu erstatten. Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31.8.2020 und die Auszahlungsfristen am 30.11.2020. Das Volumen des Programms ist auf maximal 25 Mrd. Euro festgelegt.

Aus dem Bereich Junge Menschen und Familie unterstützen:

Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, erhalten für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro, die nach Ende der Probezeit ausgezahlt wird. Solche Unternehmen, die das Angebot sogar erhöhen, erhalten für die zusätzlichen Ausbildungsverträge 3.000 Euro.

Unternehmen, die ihre Ausbildungsaktivität trotz Corona- Belastungen fortsetzen und Ausbilder sowie Auszubildende nicht in Kurzarbeit bringen, können eine Förderung erhalten. Unternehmen, die die Ausbildung im Betrieb nicht fortsetzen können, sollen die Möglichkeit eines vorübergehenden geförderten betrieblichen Verbunds oder Auftragsausbildung erhalten.

Die Details der Durchführung einer solchen Verbund oder Auftragsausbildung werden im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung erörtert. Betriebe, die zusätzlich Auszubildende übernehmen, die wegen Insolvenz ihres Ausbildungsbetriebs ihre Ausbildung nicht fortsetzen können, erhalten entsprechend der gemeinsamen Erklärung der Allianz für Aus- und Weiterbildung vom 26.5. eine Übernahmeprämie.

Aus dem Bereich Zukunftspaket:

Der Digitalisierung der Wirtschaft wird unverzüglich ein zusätzlicher Schub gegeben über die erweiterten Abschreibungsmöglichkeiten für digitale Wirtschaftsgüter, den Aufbau einer souveränen Infrastruktur sowie ein Förderprogramm zur Unterstützung des Auf- und Ausbau von Plattformen und die Befähigung von KMUs zur beschleunigten digitalen Transformation.

Wie Sie selber sehr schnell feststellen werden, ist die Informationsflut bereits in unseren gewählten Auszügen immens. Wie gut, dass es heute regnet. Suchen Sie sich ein trockenes Plätzchen mit dem zweiten, dritten oder auch vierten Kaffee des Tages (andere Getränke Ihrer Wahl sind selbstverständlich auch möglich) und lesen Sie in Ruhe.

Natürlich stehen wir Ihnen auch hier zur Seite und unterstützen Sie, wo es uns möglich ist.

Aber, wie immer gilt, Sie lesen und entscheiden für sich und Ihren Betrieb, was brauchbar, umsetzbar oder möglich ist und kommen dann auf uns zu. Bitte beachten Sie hierbei auch die genannten Fristen.

Wir wünschen Ihnen - welcher Tag war heute doch gleich - einen guten Tagesausklang.

Weitere Informationen finden Sie hier:

www.bundesfinanzministerium.de

Stay healthy!

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

Soforthilfe - Lebenshaltungskosten [18.05.2020]

Liebe Mandanten,

ein Wochenstart ohne neue Informationen zum Thema Corona wäre doch in der heutigen Zeit kein wirklicher Wochenstart oder?

Deshalb möchten wir Ihnen auch heute die neusten Fundstücke (oder lieber Informationen) nicht vorenthalten.

Mehr Worte bedarf es nicht, aber lesen Sie doch einfach selber. Diese Informationen - im Frage- und Antwortstil - sprechen für sich.

Darf ich die Soforthilfe auch für meine Lebenshaltungskosten einsetzen oder einen (fiktiven) Unternehmerlohn ansetzen?
Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften dürfen einmalig einen pauschalen Betrag für die Monate März und April von insgesamt 2.000 Euro für Lebenshaltungskosten oder einen (fiktiven) Unternehmerlohn ansetzen.

Voraussetzungen:

  • (erstmalige) Antragstellung im März oder April.
  • keine Beantragung von ALG II (Grundsicherung) für März oder April.
  • keine Bewilligung des Sofortprogramms für Künstlerinnen und Künstler.

Abrechnungsmodus: Einstellung eines Betrages von einmalig insgesamt 2.000 Euro bei der Berechnung des Liquiditätsengpasses im Verwendungsnachweis. Dazu erhalten alle Zuschussempfänger ein Schreiben mit einem entsprechenden Vordruck sowie einer Ausfüll-Anleitung.

Ich habe im März den Antrag auf Soforthilfe gestellt, aber nur für April ALG II bewilligt bekommen. Kann ich 1.000 Euro für die Lebenshaltungskosten im März geltend machen?
Nein, es können nur 2.000 Euro als Pauschale geltend gemacht werden, sofern für die Monate März oder April kein ALG II bewilligt wurde.

Darf ich die 2.000 Euro für jeden Monat ansetzen?
Nein. Die 2.000 Euro werden pauschal für die Monate März & April gewährt.

Ich habe im März/April ALG II beantragt. Mein Antrag wurde abgelehnt. Darf ich von der Vertrauensschutz-Lösung profitieren?
Ja, da die Grundsicherung für die Monate März und April nicht bewilligt wurde.

Was gilt bei einer GbR mit mehreren selbstständigen Partnern?
GbRs dürfen nur einen Antrag stellen. Entsprechend ist die Entnahme von 2.000 Euro einmal pro GbR möglich.

Mein Partner in der GbR erhält die Grundsicherung. Ich (der Antragsteller) jedoch nicht. Kann ich für unsere GbR einmalig 2.000 Euro entnehmen?
Ja.

Wie sind meine Lebenshaltungskosten im Mai zu decken?
Die Soforthilfe ist nur für betriebliche Sach- und Finanzaufwendungen gedacht. Lebenshaltungskosten sind nach dem Willen des Bundes durch die Grundsicherung zu decken, die im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens gewährt wird.

Der Originaltext ist unter www.wirtschaft.nrw/nrw-Soforthilfe-2020

Sollten Ihre persönlichen Fragen hier keine Beantwortung gefunden haben, stehen wir Ihnen, in gewohnter Weise, gerne als Gesprächspartner persönlich zur Verfügung.

#Stayathome und bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

Corona - Gefahren bei der Soforthilfe? [08.05.2020]

Liebe Mandanten,

geht es Ihnen auch so, dass Sie hin und wieder überlegen müssen welcher Wochentag eigentlich gerade ist? Die alltäglich neuen Cartoons und Zusammenschnitte zum Thema Corona zaubern uns hin und wieder wenigstens ein kleines Lächeln aufs Gesicht. All diejenigen von Ihnen, die nebenbei noch das -Homeschooling- begleiten, wissen mittlerweile auch, wie viel Stoff aus der eigenen Schulzeit noch abrufbar ist und dass man Brüche beim Dividieren mit dem Kehrwert multipliziert. Die zweite Erkenntnis die darauf folgt ist, dass diese Klassen das noch mit Kopfrechnen lösen müssen und Sie als Elternteil nicht mal eben den Taschenrechner zücken können, ohne einen strafenden Blick abzubekommen. Was für eine verrückte Zeit!

Verrückt ist aber auch das richtige Adjektiv, um die letzten Wochen zu beschreiben. Diese waren geprägt von fast täglichen Neuerungen zur Unterstützung der Unternehmen. Die Rahmenbedingungen sind bei einigen Neuerungen bis heute nicht abschließend geklärt. Insbesondere bei der Soforthilfe besteht die akute Gefahr, dass bei nicht ordnungsgemäßer Verwendung ein Rückzahlungsrisiko besteht! Mittlerweile mehren sich die Aussagen, dass -wie bereits kommuniziert- nur betriebliche Kosten geltend gemacht werden dürfen und keine Kosten der privaten Lebenshaltung, entgangener Gewinn oder ähnliches. Da auch der Zeitraum für die Geltendmachung der Kosten eingeschränkt ist, wir jedoch im Rahmen Ihrer Buchhaltung erst später dazu Einblicke erhalten, möchten wir Sie hiermit aktiv auffordern, mit uns über die Soforthilfe in den Dialog zu gehen. Gerne geben wir Ihnen Hilfestellung im Vorfeld der Buchhaltung.

Grundsätzlich dürfen wir insofern darauf hinweisen, dass wir in den folgenden Beratungsfeldern tätig werden dürfen:

  • Beratung im Zusammenhang mit der Beantragung von Steuererleichterungen (Stundungsanträge, Herabsetzung von Vorauszahlungen, etc.);
  • Beratung im Rahmen von Stundungsanträgen für fällige Sozialversicherungsbeiträge gegenüber den Krankenkassen als Einzugsstellen der Sozialversicherung;
  • Hilfeleistung bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld;
  • Hilfeleistung bei der Beantragung von Bundes- und/oder Landeszuschüssen (Soforthilfe) und Entschädigungsansprüchen nach dem Infektionsschutzgesetz, aber keine Antragstellung und Richtigkeitsversicherung für den Mandanten;
  • Hilfeleistung bei der Vorbereitung von Kreditanträgen und diesbezüglichen Planungsrechnungen, aber keine Beistellung von Zahlen, die originär durch den Mandanten zu ermitteln sind (z.B. geplante Personalkosten und Planumsätze), und keine Antragstellung für den Mandanten.

Sollte sich herausstellen, dass aufgrund der Maßnahmen rechtliche Probleme ins Haus stehen, sind wir verpflichtet einen Juristen hinzuziehen. Aber auch dies können wir selbstverständlich abstimmen.

Auch die folgenden Punkte sind zwingend von einem Juristen zu beraten und können im Laufe der nächsten Monate im Nachgang der Corona-Maßnahmen und Auswirkungen auf die Beteiligten zukommen:

  • Prüfung von Insolvenzgründen.
  • Beratung bei der Vorbereitung eines Insolvenzantrages, wobei zur Vermeidung von Strafbarkeiten und Haftungsinanspruchnahmen im Zweifel ein Antrag gestellt werden sollte, der im noch nicht eröffneten Verfahren bei einer Verbesserung der Situation auch zurückgenommen werden könnte.
  • Strafverteidigung in Wirtschaftsstrafverfahren.
  • Beratung bei der Abwehr von zivilrechtlichen Haftungsansprüchen.
  • Beratung in Regelinsolvenzverfahren mit einem (vorbereiteten) Insolvenzplan.
  • Beratung im Zusammenhang mit Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.

Wir sind gut, aber wir haben (noch) keine hellseherischen Fähigkeiten. Somit möchten wir zusammenfassend nochmal darum bitten, dass Sie uns im Einzelfall aktiv ansprechen, damit wir uns individuell mit Ihnen über Ihre Vorgänge abstimmen können.

Es ist Licht am Horizont zu erkennen. Halten Sie durch.

#Stayathome und bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

BREAKING NEWS - Liquiditätshilfe BMF [27.04.2020]

Liebe Mandanten,

wir befinden uns in Woche 7 der Quarantänezeit. Zum Glück war es eine weitere sonnige Woche, die das #STAYATHOME doch ein wenig erträglicher gemacht hat.

So wie die Sonne uns wöchentlich mit ihrer Anwesenheit beglückt, tun das auch die Informationen, die News und alle Menschen, die glauben etwas zu sagen zu haben. Wir versuchen all das für Sie zu filtern! Bitte schauen Sie dazu, neben unseren diversen Newslettern, auch regelmäßig auf unsere Internetseite.

Unter www.pieper-partner.de finden Sie - ständig aktualisiert - alle wichtigen Nachrichten in unserem Blog.

Zu den Breaking News zitieren wir tagesaktuell das Bundesministerium der Finanzen:

Unternehmen, die coronabedingt in diesem Jahr mit einem Verlust rechnen, erhalten eine Liquiditätshilfe. Sie können daher ab sofort neben den bereits für 2020 geleisteten Vorauszahlungen auch eine Erstattung von für 2019 gezahlte Beträge bei ihrem zuständigen Finanzamt beantragen, und zwar auf Grundlage eines pauschal ermittelten Verlustes für das aktuelle Jahr. Mit dieser Maßnahme schaffen wir für kleine Unternehmen und Selbständige im Handel, in der Kultur und im Gastrobereich notwendige Liquidität, unabhängig davon, ob die Geschäfte weiterhin geschlossen bleiben oder in dieser Woche geöffnet wurden. Die beschlossene Pauschalierung bringt für die betroffenen Unternehmen eine entscheidende Vereinfachung. Gerade in der aktuellen Situation ist der für 2020 zu erwartende coronabedingte Verlust vielfach nur schwer zu bestimmen. Die üblicherweise erforderlichen Nachweise sind für die Verwaltung und die Steuerpflichtigen mit einem hohen Aufwand verbunden. Diese fallen durch das Pauschalverfahren weg.

Betroffene Steuerpflichtige mit Gewinn- und Vermietungseinkünften können die nachträgliche Herabsetzung der Vorauszahlungen zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer für 2019 jetzt auf der Grundlage eines pauschal ermittelten Verlustrücktrags (§ 10d Absatz 1 Satz 1 EStG) beantragen. Von einer Betroffenheit wird regelmäßig ausgegangen, wenn die Vorauszahlungen für 2020 bereits auf null Euro herabgesetzt wurden.

Der pauschal ermittelte Verlustrücktrag aus 2020 beträgt 15 % der maßgeblichen Einkünfte, die der Festsetzung der Vorauszahlungen für 2019 zugrunde gelegt wurden (max. eine Million Euro bzw. zwei Millionen Euro bei Zusammenveranlagung). Auf dieser Grundlage werden die Vorauszahlungen für 2019 neu berechnet. Eine Überzahlung wird erstattet.

Wenn es dem Unternehmen wieder besser geht und es wider Erwarten im Jahr 2020 doch Gewinn macht, zahlt der Unternehmer diese Finanzspritze wieder zurück. Solange das Unternehmen Verluste ausweist, muss sie nicht zurückgezahlt werden. -

Sobald die konkreten Details in einem BMF-Schreiben geregelt sind, das in Kürze veröffentlicht wird, können Sie diese Informationen auch noch einmal auf unserer Internetseite nachlesen.

Mit diesen News entlassen wir Sie nun in ein sonniges Wochenende.

#Stayathome und bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

Fristsache Lohnsteuer (Eilt) - KfW Schnellkredit [07.04.2020]

Liebe Mandanten,

erneut wird ein weiterer Schritt unserer bereits am 21. März prognostizierten Vorgehensweise durch die Finanzverwaltung umgesetzt. Seit gestern gibt es eine Fristverlängerung bei der Lohnsteuer-Anmeldung, die Ihnen weitere Liquidität verschafft.

Wir bitten Sie, sich umgehend mit diesem Thema zu beschäftigen und uns bei Bedarf fristgerecht zu informieren.

Der Finanzminister NRW hat veranlasst, dass die Frist zur Abgabe der Lohnsteueranmeldung für den Monat März 2020 bzw. das 1. Quartal 2020 vom 10. April auf den 10. Juni 2020 verschoben wird.

Allerdings setzt die Fristverlängerung eine unmittelbare, nicht unerhebliche Betroffenheit des Arbeitgebers (Liquiditätsengpass) durch die Corona-Krise im Zeitpunkt der Antragstellung voraus.

Wir zitieren aus dem offiziellen Schreiben der Finanzverwaltung:

Allerdings setzt die Fristverlängerung eine unmittelbare, nicht unerhebliche Betroffenheit des Arbeitgebers (Liquiditätsengpass) durch die Corona-Krise im Zeitpunkt der Antragstellung voraus. Diese ist im Antrag auf Fristverlängerung der Lohnsteueranmeldung für März 2020/1. Quartal 2020 aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus, der auf der Homepage des Finanzministeriums sowie der Finanzverwaltung veröffentlicht wurde, kurz zu begründen. Der Antrag auf Fristverlängerung sollte zeitnah gestellt werden. Je früher die Anträge im Finanzamt eingehen, umso eher ist gewährleistet, dass die Steuer nicht eingezogen wird. Die Finanzverwaltung wird die DATEV schriftlich bitten, die Übermittlung der Lohnsteueranmeldungsdaten für März 2020/1. Quartal 2020 an die Finanzverwaltung NRW vom 10. April auf den 24. April 2020 zu verschieben. Insofern ist für Sie außer der Antragstellung nichts weiter zu veranlassen, wenn der o g Liquiditätsengpass auf Ihr Unternehmen zutrifft

Das heißt im Klartext: Kommt dieser Antrag für Sie und Ihr Unternehmen in Betracht, benötigen wir, als Ihre steuerliche Vertretung, eine verbindliche (schriftliche) Information bis spätestens 14. April 2020 um 12 Uhr, dass wir in Ihrem Auftrag den Antrag stellen sollen. Eine entsprechende Begründung (wie im Antrag gefordert!) liefern Sie uns bitte mit.

Des Weiteren gibt seit gestern folgendes Mittel, um einen Liquiditätsengpass abzufedern:

KfW-Schnellkredit

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können mittelständische Unternehmen den neuen KfW-Schnellkredit beantragen. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes, setzt aber dennoch voraus, dass die nachfolgenden Punkte erfüllt sind:

Das Wichtigste:

  • Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten
  • für Unternehmen mit 11 bis 249 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch Ihre Bank
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
  • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
  • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro
  • Zinssatz von aktuell 3,00 % p.a.
  • 10 Jahre Laufzeit
  • Voraussetzung: Sie haben zuletzt einen Gewinn erwirtschaftet (entweder 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre).

Wir halten unser Versprechen und sind wir für Sie da!

Neue Situationen erfordern manchmal einen Blickpunktwechsel. Setzen Sie sich zum Durchatmen einen Moment in die Sonne und schauen Sie zu, wie unermüdlich der Frühling voranschreitet. Ungefragt all den Vorkommnissen da draußen. Durchhalten!

#Stayathome und bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

Schutzschirm Corona Virus [01.04.2020]

Liebe Mandanten,

wir kommen nicht umher zu sagen, dass die globalen Auswirkungen der Corona-Krise ein immer größeres Ausmaß annehmen. Dies haben die Bundes- und Landesregierungen ebenfalls erkannt und mit einem Rettungsschirm zum Schutz unserer Volkswirtschaft reagiert.

Dieser Schutzschirm unterteilt sich u.a. in die steuerlichen Erleichterungen, die wir Ihnen bereits vorgestellt und da, wo es möglich war, diese Erleichterungen für Sie eingeleitet haben. Als zweiter Punkt kommt der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld hinzu (bitte vgl. Sie auch hierzu unseren entsprechenden Newsletter oder wählen Sie den Zugang über den Link auf unserer Website).

Ergänzend zu den zuvor genannten Punkten steht seit Freitag für gewerbliche und gemeinnützige Unternehmen, Solo-Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen die Möglichkeit auf finanzielle Förderung über einen Antrag bei der NRW-Soforthilfe 2020 (https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020). Für die anderen Bundesländer gibt es entsprechenden Antragsseiten.

Als nächstes großes Instrument geht es um die Finanzhilfen. Seit dem 23.03.2020 können Unternehmen, Selbstständige oder Freiberufler, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten sind, auf neue Finanzierungsangebote der KfW zurückgreifen.

Sie können ab sofort bei Ihrer Bank oder Sparkasse einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel (alle laufenden Kosten wie Miete, Personalkosten und Energiekosten, Aufwendungen für Werbung, Anmeldungen und Genehmigungen, Forschung und Entwicklung, Beratung, Mitarbeiterschulung, eingeräumte Zahlungsziele und vorfinanzierte Aufträge) beantragen, sofern Sie bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten waren.

Für kleine und mittlere Unternehmen (<250 MA und <50 Mio. Umsatz) übernimmt die KfW nun statt wie bisher bis zu 80% bis zu 90% des Risikos der Hausbanken.

Im Einzelnen stehen folgende Programme zur Verfügung:

  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Sonderprogramm Konsortialfinanzierungen ab 25. Mio. Euro

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.kfw.de/Kfw-Konzern/Newsroom/aktuelles/Kfw-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Folgende Unterlagen werden für die Bearbeitung eines Antrages benötigt:

  • Jahresabschluss 2018
  • Kurze Corona-bedingte Situationsbeschreibung, Erläuterung eingeleiteter Maßnahmen
  • Liquiditätsplanung/Herleitung des aktuellen Liquiditätsbedarfes (ggf. für bis zu 12 Monaten)
  • Rentabilitätsplanung für 2020 (einschließlich Krisenauswirkung) und 2021 (ggf. auf Basis der Jahre 2018/2019).

Weitere Infos finden Sie auch noch unter:

www.bb-nrw.de/de/aktuelles/news/detail/Corona-Virus-Information-fuer-Kreditinstitute/

Wenn Sie Hilfe benötigen sprechen Sie uns bitte an.

#Stayathome und bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

NRW Soforthilfe 2020 [26.03.2020]

Liebe Mandanten,

inzwischen wurde die bereits avisierte Soforthilfe über die Eckpunkte hinaus konkretisiert. Insofern können Sie sich mit dem nachfolgenden Link direkt über die wichtigsten Fragen umfassend informieren:

https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass entsprechend der Formulierung auf der Internetseite der Wirtschaft NRW, die Website mit den elektronischen Antragsformularen am Freitag (27. März 2020) im Laufe des Tages online gehen wird.

Bereits heute können Sie sich den dort hinterlegten Muster-Fragebogen anschauen und Sie werden feststellen, dass dieser selbsterklärend gestaltet wurde. Es gibt ausschließlich das elektronische Antragsverfahren.

Wir müssen an dieser Stelle aber unbedingt darauf hinweisen, dass alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortet bzw. ausgefüllt werden müssen und eine eidesstattliche Versicherung Ihrerseits abzugeben ist.

Eine detaillierte, wenn auch zeitlich verlagerte, Überprüfung der entsprechenden Stellen schließen wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht aus. Die Anträge werden nach dem Eingang abgearbeitet.

Benötigen Sie hinsichtlich der Umsatz-Vormonatsvergleiche unsere Hilfestellung, können Sie gerne auf uns zukommen.

#Stayathome und bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

Kanzlei-Update – Soforthilfen [24.03.2020]

Liebe Mandanten,

gestern wurden im Laufe des Tages die Soforthilfen des Bundes sowie des Landes abgestimmt und über eine Pressemitteilung bekannt gegeben.

Vermutlich haben Sie, über die diversen zur Verfügung stehenden Kanäle, ebenfalls die Kernpunkte der Pressemitteilung bereits erhalten.

Wichtig ist an dieser Stelle aber: Bisher handelt es sich hier nur um Eckpunkte!

Es ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich diese zu beantragen, da es noch keine entsprechenden Antragsformulare gibt. Derzeit ist auch noch nicht abzusehen, ob die in der Presse genannten Höchstbeträge grundsätzlich/immer zum Tragen kommen oder wie die genauen Bedingungen aussehen werden!

Wir gehen davon aus, dass die genauen Inhalte der Regelungen und insbesondere auch das Prozedere der Antragstellung spätestens zum Ende der Woche vorliegen werden. Sobald wir die Möglichkeit haben, werden wir Sie natürlich umgehend informieren und mit Ihnen die Beantragung besprechen. Schon jetzt ist abzusehen, dass der Unternehmer eine eidesstattliche Versicherung abgeben muss. Auch hierzu gibt es noch keine genauen Angaben, wie die Handhabung dazu aussehen wird.

Zusammengefasst heißt das: Im Moment können wir keine Anträge für Sie stellen, da es noch keine gibt. Ebenfalls können wir auch noch nicht sagen, wann mit einer Auszahlung zu rechnen ist, die einhergeht mit der Verbesserung Ihrer Liquidität.

Sollten Sie bereits aktuell Ihre finanzielle Lage als angespannt betrachten, möchten wir Sie erneut bitten uns zu kontaktieren, damit wir Ihnen mit den aktuellen steuerlichen Möglichkeiten und KUG Unterstützung geben können. Unsere Mitarbeiter sind bestmöglich informiert und können Ihnen die Möglichkeiten gerne aufzeigen.

Wir lassen Sie nicht alleine.

#stayathome und bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

Kanzlei Update Corona Virus [21.03.2020]

Liebe Mandanten,

auch wenn wir uns alle, nach einer aufregenden und ereignisreichen Woche, gerade im wohlverdienten Wochenende befinden und die Natur den Frühling ungebremst und von nichts wissend durchbrechen lässt, kommt doch bei vielen kein wirkliches Weekendfeeling auf.

Die Sorgen um die eigene Gesundheit und die der Familie sowie der Fortbestand des Unternehmens oder die Sorge um den Job sind omnipräsent.

Die Informationen überschlagen sich und was gestern noch neu war, ist heute schon ein veralteter Stand. Seien Sie beruhigt, mit diesem Gefühl sind Sie nicht alleine.

Wir gehen davon aus, dass über das Wochenende diverse Maßnahmen beschlossen werden.

Folgende Informationen liegen uns unverbindlich vor:

  • Abgabefristen UST/LST Voranmeldung werden rückwirkend ab 02 bzw. 03/2020 auf Quartal umgestellt
  • Banken sind angewiesen, auf das formelle Kredit Procedere zu verzichten, damit die Unternehmen mit ausreichend Liquidität versorgt werden können
  • KfW hat die Banken angewiesen bei Unternehmen/Freiberuflern alle Ende März fälligen Kreditraten nicht per Lastschrift einzuziehen
  • Hilfsprogramm Solo Selbständige/kleine + mittlere Unternehmen wird am WE auf Bundesebene konkretisiert werden

Bereits beschlossen ist schon die Herabsetzung der Sondervorauszahlung für Dauerfristverlängerung bei der Umsatzsteuer (1/11) auf null Euro! Bitte teilen Sie uns schriftlich mit, wenn wir diesen Antrag für Sie stellen sollen.

Natürlich werden wir Sie auch in der kommenden Woche regelmäßig auf dem Laufenden halten.

Bitte achten Sie aber auch auf die Aktualisierung zum Thema Fragen und Antworten rund um das Corona Virus (COVID -19) auf unserer Homepage. Hier sind die jeweiligen Links zu finden, die Sie direkt weiterleiten.

#Stayathome und bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

Kanzlei-Update "Corona Virus" [19.03.2020]

Liebe Mandanten,

wie bereits an Tag eins des Ausnahmezustandes unter Corona versprochen, möchten wir Sie an unseren Erkenntnissen und Umsetzungsmaßnahmen teilhaben lassen.

Aufgrund unserer Anträge werden die Stundungen und Herabsetzungen umgehend genehmigt. Damit haben wir unseren Mandanten die ersten Liquiditätsspritzen bereitgestellt. Aktuell beziehen wir alle Steuerarten in die Anträge ein. Insbesondere auch die Umsatz- und Lohnsteuer. Vermutlich wird aber ab heute die Lohnsteuer nicht mehr gestundet werden, da das aktuelle BMF-Schreiben, welches wir heute oder morgen erwarten, diese nicht mehr mit einbezieht.

Sprechen Sie uns bitte jetzt unmittelbar an, wenn wir auch für Sie dahingehend tätig werden sollen (falls es nicht sowieso schon erfolgt ist).

Auch die ersten Anzeigen für KUG sind auf den Weg gebracht. Unser Team arbeitet sich aktuell weiter in das Thema ein. Soweit dies für uns rechtlich zulässig ist, unterstützen wir Sie auch dabei. Ebenfalls stehen wir auch hier als kompetenter Ansprechpartner an Ihrer Seite.

Als dritte Stufe folgt nun der Einsatz der Milliarden unserer Regierung. Leider sind hier die Banken aktuell überfordert und die Programme weiterhin so bürokratisch wie bisher. Wir erwarten nun tagtäglich den Durchbruch für eine unbürokratische Mittelvergabe. Ob diese als Kredite oder Zuschüsse gewährt werden, ist derzeit noch nicht abzusehen. Sobald wir die Möglichkeit haben Sie zu unterstützen, kommen wir direkt auf Sie zu. Wir sind uns darüber bewusst, dass Ihre Existenz jetzt auch von unserem Handeln abhängt. Aber seien Sie sicher: Was immer wir für Sie tun können, das tun wir. Jetzt!

In eigener Sache: Ein besonders dicker Dank geht an dieser Stelle an unser tolles Team, das sich an Tag vier auf diese, für uns alle neue Situation, perfekt eingestellt hat und gewohnt lösungsorientiert und effektiv arbeitet. Dennoch schaffen es alle immer noch, ein offenes Ohr für Ihre Sorgen und Wünsche zu haben. Wir sind sehr stolz darauf, auf ein Team zu blicken, mit dem wir gemeinsam auch Krisen meistern können.

Halten Sie den Kopf oben und bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

Aktuelle Informationen in eigener Sache - Erreichbarkeit [17.03.2020]

Liebe Mandanten,

wie am Freitag versprochen, geben wir Ihnen hiermit weitere aktuelle Informationen über die möglichen Maßnahmen aufgrund der Auswirkungen durch den Corona-Virus:

Mitarbeiter und Betrieb

Für den Praxisbetrieb gilt zunächst:

  • Ein Einnahmeausfall ist grundsätzlich nicht abgedeckt. Nur wenn ihr Betrieb direkt betroffen und aufgrund einer amtlichen Verfügung vorübergehend geschlossen wird, haben Sie Anspruch auf eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG).

Wichtig ist, es muss sich um eine offizielle Quarantäne handeln. Ein eigenmächtiges Fernbleiben von der Arbeit oder eine Schließung des Betriebes fällt nicht darunter.

  • Wenn möglich, sollte der Betriebsablauf ggfs. auf weniger Tage konzentriert statt täglich erfolgen.
  • Wenn möglich und notwendig, die Mitarbeiter in Urlaub schicken oder krankmelden lassen.

Für Kurzarbeit müssen die Mitarbeiter zustimmen und diese wird in der Praxis nicht einfach zu organisieren sein.

Zur gegenwärtigen Diskussion über die Möglichkeiten von Kurzarbeit sind jedoch ?Mythos? von Wirklichkeit zu unterscheiden. Hierzu folgendes:

  • CDU, CSU und SPD haben im Koalitionsausschuss am 8. März 2020 erleichterte Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld vereinbart. Mit den erleichterten Voraussetzungen soll die Gewähr dafür geschaffen werden, dass durch die Corona-Krise möglichst kein Unternehmen in Deutschland in die Insolvenz gerät und ein Arbeitsplatzverlust vermieden wird.
  • Die Bundesregierung will die gesetzlichen Maßnahmen und die entsprechende Verordnung noch in der ersten Aprilhälfte 2020 in Kraft setzen.

Die in Aussicht genommenen Änderungen beim Kurzarbeitergeld stellen für die Betriebe Erleichterungen und Leistungsverbesserung dar. In Anbetracht der begrenzten Dauer des Kurzarbeitergeldbezugs (max. zwölf Monate) kann es für Betriebe von Vorteil sein, den durch das Corona-Virus bedingten Arbeitsausfall zunächst durch innerbetriebliche Maßnahmen (z. B. Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten, Fort- und Weiterbildungen, Betriebsurlaub, Abbau von Überstunden) abzufangen und erst Mitte April 2020 einen Antrag auf Gewährungen von Kurzarbeitergeld zu stellen.

Hiernach ist die Kurzarbeit zunächst vom Arbeitgeber (wir als Steuerberater dürfen dies nicht!) anzumelden:

https://www.arbeitsagentur.de/datei/anzeige-kug101_ba013134.pdf

und danach zu beantragen:

https://www.arbeitsagentur.de/datei/antrag-kug107_ba015344.pdf

Weiterführende Hinweise dazu finden Sie auf der Webseite der Arbeitsagentur

https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

  • Wie bereits oben erwähnt, kann aktuell eine Kurzarbeit vom Arbeitgeber nicht angeordnet werden und bedarf der Zustimmung des Arbeitnehmers. Verweigert der Arbeitnehmer seine Zustimmung so könnte eine Kündigung aus betrieblichen Gründen zulässig sein (hierzu ist aber vorher eine arbeitsrechtliche Beratung einzuholen).

Betroffene Arbeitnehmer können dann Kurzarbeitergeld erhalten,

  • wenn Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Corona-Virus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt (...).
  • Voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ist, dass die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert sind. Dies trifft derzeit zu, wenn 10 % der Beschäftigten von einer Arbeitszeitreduzierung betroffen sind.
  • Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn aufgrund des Corona-Virus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorrübergehend geschlossen wird.«
  • Die Mitteilungen dürfen nicht als Freifahrtschein für die Gewährung von Kurzarbeitergeld im Zusammenhang mit dem Corona-Virus missverstanden werden. Kommt Kurzarbeitgebergeld in Betracht, hat der Arbeitgeber gem. § 99 Abs. 1 SGB III gegenüber der zuständigen Agentur für Arbeit glaubhaft zu machen, dass ein erheblicher Arbeitsausfall besteht und die betrieblichen Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld erfüllt sind. Bestätigt die Agentur für Arbeit, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind, hat der Arbeitgeber innerhalb von drei Monaten in einem zweiten Schritt das Kurzarbeitergeld zu beantragen. Die Anzeige des Arbeitsausfalls ist für die Fristwahrung nicht ausreichend.
  • Das Kurzarbeitergeld beträgt für Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind 67% der Nettoentgeltdifferenz und für Arbeitnehmer ohne Kind 60% der Nettoentgeltdifferenz. Weitere Aufstockungen durch den Arbeitgeber sind zur Milderung der Nachteile möglich. Sofern keine (tarif-vertragliche) Rechtsgrundlage besteht, sind diese Arbeitgeberleistungen aber freiwillig. Der Betriebsrat kann sie nicht erzwingen. Kurzarbeitergeld wird nach aktuellem Stand für die Dauer von längstens zwölf Monaten gewährt.

Bank und Liquidität

Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) besteht die Möglichkeit, kurzfristige Liquiditätshilfen zu einem Zinssatz von derzeit 1 % p.a. zu erhalten. Leider ist keine direkte Beantragung bei der KFW möglich und Sie müssen sich hierzu mit Ihrer Hausbank in Verbindung setzen. Dies können wir Ihnen nicht abnehmen, aber wir unterstützen Sie bei einer evtl. Antragstellung durch die zügige Zurverfügungstellung aller notwendigen Unterlagen.

Sollte Ihre Hausbank Bedenken bei der Finanzierung haben, so können die Hausbanken bei Bedarf auch auf das Bürgschaftsinstrumentarium zurückgreifen und somit ihr eigenes Haftungsrisiko minimieren. Es darf sich nicht um Sanierungsfälle oder Unternehmen in Schwierigkeiten handeln.

Darüber hinaus können die nachfolgenden Maßnahmen beim Finanzamt zum Einsatz kommen.

Steuern und Finanzamt

Die Finanzbehörden aller Bundesländer wurden aufgefordert, ihren Beitrag zu einer Milderung der wirtschaftlichen Auswirkungen durch den Corona-Virus zu leisten. Hierzu zählen:

  • Es wird den Finanzbehörden erleichtert, Stundungen von Steuerschulden zu gewähren.
  • Wir können die Stundung bereits festgesetzter Steuern beantragen.
  • Wenn Unternehmen unmittelbar vom Corona -Virus betroffen sind, werden bis Ende des Jahres 2020 auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge verzichtet werden.
  • Sollte dies drohen, so können wir frühzeitig eine Stundung (s.o.) beantragen.
  • Die Voraussetzungen, um Vorauszahlungen von Steuerpflichtigen anzupassen, werden erleichtert.
  • Wir können daher für Sie Reduzierungen aller laufenden Steuervorauszahlungen beantragen. Dabei werden wir die Vorauszahlungen für das I. Quartal bereits einbeziehen und geben Ihnen die Möglichkeit diese u.U. im Rahmen der Lastschriftrückgabe direkt wieder dem Konto gutzuschreiben. Bitte informieren Sie uns umgehend schriftlich, wenn wir diesen Prozess starten sollen. Auf die möglichen wirtschaftlichen Nachteile in Form von Gebühren etc. weisen wir vorsorglich hin, auch wenn angekündigt ist auf Vollstreckungsmaßnahmen etc. zu verzichten.

Wir werden Sie laufend über weitere Maßnahmen und Entwicklungen informieren.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.

Unterstützungsberatung aufgrund der Corona-Auswirkungen [13.03.2020]

Liebe Mandanten,

bedingt durch die täglich neuen Ereignisse, die bisher keiner von uns so erlebt hat, möchten wir Sie kurzfristig und individuell unterstützen.

Noch ist nicht vollständig abzusehen, welche Branchen und Unternehmen, in welcher Form betroffen sein werden.

Auch uns stellt dies vor eine ganz neue Situation. Lösungsorientiert wie Sie es gewohnt sind, haben wir unsere Kooperation mit den Anwälten der Kanzlei ATN (im Nachbargebäude in Ratingen) verstärkt und bieten Ihnen gemeinsam sowohl eine Erstberatung, als auch weitergehende Unterstützung an.

Für einen ersten Überblick können Sie sich direkt auf der Internetseite unter

https://www.atn-ra.de/insolven...

informieren.

Unsere direkten Kooperationspartner sind Herr Peter Mazzoti und Herr Ignacio Ordejón Zuckermaier.

Bitte berücksichtigen Sie, dass sich quasi täglich die Möglichkeiten und Hilfsmaßnahmen ändern können.

Wir versuchen Sie zeitnah und individuell auf dem Laufenden zu halten, möchten Sie aber hiermit auch motivieren, sich mit konkreten Anfragen direkt an die beiden o.g. Anwälte oder alternativ uns, zu wenden.

Halten Sie durch. Bleiben Sie heiter. Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins Wochenende.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr gesamtes Team von Pieper & Partner.